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 Thomas Middelhoff 

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KarstadtKarstadt ist Deutschland und Europa einer der größten Betreiber von Warenhäusern.

Dabei hat das Unternehmen drei verschiedene, rechtlich eigenständige Geschäftseinheiten, denen alle zum Konzern gehörenden Kaufhäuser zugeordnet sind. Die Geschäftseinheiten sind Sporthäuser, Premiumhäuser und sonstige Warenhäuser, wobei die letztgenannte Gruppe den größten Teil der Häuser umfasst. Von den bundesweit gut neunzig Filialen stehen viele in Hamburg, Berlin und München.

Zur Premiumkategorie zählen die drei für den Konzern bedeutendsten Warenhäuser, das Kaufhaus des Westens, das KaDeWe, in Berlin mit etwa 60.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, Der Oberpollinger in München mit rund 33.000 Quadratmetern und das Hamburger Alsterhaus mit circa 24.000 Quadratmetern.

In den Sporthäusern dreht sich die Auswahl natürlich um die Bereiche Sport und Style. In den anderen Warenhäusern gibt es ein sehr breit aufgestelltes Sortiment. Die Kernsegmente sind Wohnen und Haushalt, Multimedia, Elektrogroßgeräte, Mode, Beauty, Uhren und Schmuck, Wein und Genuss, Taschen und Koffer, Spiel, Reisen sowie Accessoires.

Mit der Spezialisierung der Häuser in die drei Geschäftseinheiten sollen bestimmte Kundengruppen gezielter angesprochen werden und die Kaufhäuser auch von den Marken und dem Angebot entsprechend unterschiedlich ausgerichtet werden können. Die drei Einheiten werden aber weiterhin durch übergreifende Dienstleistungen miteinander eng verknüpft. Dabei spielt die Zentrale in Essen eine entscheidende Rolle.

Rudolph Karstadt eröffnete 1881 in Wismar ein Geschäft, das auf niedrige Festpreise setzte und schnell so erfolgreich war, dass über zwanzig Filialen in Norddeutschland in den nächsten Jahren folgten. 1920 übernahm Karstadt die Konkurrenzfirma Althoff und wandelte sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um. 1977 sicherte Karstadt sich die Mehrheit am Neckermann Versand und stieg damit zum größten Handelskonzern in der Bundesrepublik auf.

1994 verleibte Karstadt sich die Konkurrenz von Hertie ein, zu der auch das KaDeWe und das Alsterhaus gehörten. Größte Bedeutung für Karstadt hatte aber die 1999 durchgeführte Fusion mit dem Versandhaus Quelle. Daraus entstand die KarstadtQuelle AG, aus der 2007 schließlich Arcandor hervorging. Der Konzern hatte neben dem Einzel- und dem Versandhandel als drittes Kerngeschäftsfeld Tourismus etabliert.

Arcandor steckte aber in großen Liquiditätsproblemen, die 2009 in einen Insolvenzantrag mündeten. Hauptgrund waren die hohen Mietforderungen des Highstreet-Konsortiums, das Karstadt die Kaufhausimmobilien vermietete. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Konsortium übernahm Nicolas Berggruen Karstadt im Oktober 2010 und löste die Warenhäuser damit aus dem Arcandor-Konzern heraus. Die neuen Strukturen mit den drei eigenständigen Geschäftsbereiche existiert seit 2011.

Wesentliche Mitbewerber sind Breuninger und Kaufhof. (sc)
Weitere Firmen dieser Gruppe:
Le Buffet / RestaurantCafe in 45133 Essen (Systemgastronomie)
Karstadt Feinkost Perfetto (Rewe) in 51149 Köln (Supermaerkte)

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Adresse:

KARSTADT Warenhaus GmbH
Theodor-Althoff-Str. 2
45133 Essen

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FaxFax

Kreis Essen
Regierungsbezirk Düsseldorf
Bundesland Nordrhein-Westfalen

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Weitere Standorte
20354 Hamburg
59425 Unna

Handelsregister Essen HRB 18928
UIN: DE811167998

Mitarbeiter:
- Inland 25.000

Umsatz: 3.465 Mio. Euro (2009)


Standorte: 120

Gesellschafter:

Nicolas Berggruen (us)
Eignerkategorie Investoren

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