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Schacht Konrad

Bundesamt für Strahlenschutz
Schachtanlage Konrad


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Das Endlager Konrad ist für die Endlagerung von so genannten radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung vorgesehen.

Dieser schwach- und mittelradioaktive Abfall stammt größtenteils aus dem Rückbau oder dem Betrieb von Kernkraftanlagen, aus der Forschung, dem medizinischen Bereich oder von der Bundeswehr. Dabei handelt es sich beispielsweise um kontaminierte Schlämme, Suspensionen, Werkzeuge und Schutzkleidung.

Zu dieser Kategorie gehören etwa neunzig Prozent der in der Bundesrepublik anfallenden radioaktiven Abfälle. Sie machen allerdings in Bezug auf ihre Radioaktivität lediglich 0,1 Prozent der Gesamtmenge aus.

Konrad besteht aus zwei unterirdisch verbundenen Schächten, deren Abteufung 1957 beziehungsweise 1960 begonnen wurde. Zwischen 1965 und 1976 wurde dort Eisenerz gefördert. Für die Einlagerung von radioaktivem Material eignet sich die Schachtanlage nach Meinung von Experten deshalb, weil sie für ein Eisenerzbergwerk außergewöhnlich trocken ist.

Die eisenhaltigen Gesteinsschichten, in denen die radioaktiven Abfälle endgelagert werden sollen, liegen zwischen 800 und 1.300 Meter unter der Erdoberfläche. Dort sollen die Schächte nach der Einlagerung abschnittsweise mit Beton vergossen werden.

Wie bei allen Fragen rund um das Thema Atomkraft wurde auch hier lange über das Für und Wider von Schacht Konrad als Endlagerungsstätte diskutiert. Nach einem fast zwanzig Jahre andauernden Verfahren wurde 2002 die Genehmigung erteilt, die 2006 letztinstanzlich bestätigt wurde. Betreiber der Anlage ist das Bundesamt für Strahlenschutz.

Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, kurz GRS, eine weisungsunabhängig arbeitende technisch-wissenschaftliche Forschungs- und Sachverständigenorganisation, die zu 46 Prozent der Bundesrepublik Deutschland gehört, geht in ihrer Transportstudie Konrad davon aus, dass keine radiologischen Risiken für die Bevölkerung entstehen werden.

Die Kosten für Erkundungs- und Planungsarbeiten beliefen sich bis Ende 2007 auf etwa 945 Millionen Euro. Allein 18,5 Millionen Euro kostet das Offenhalten der Anlage jährlich. Nach Schätzungen werden für die noch erforderlichen Umbaumaßnahmen noch einmal rund 900 Millionen Euro nötig sein. Voraussichtlicher Beginn der Einlagerung ist 2013. (sc)
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