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Michael Pluta Insolvenzanwalt

Michael Pluta ist als Fachanwalt für Insolvenzrecht Geschäftsführer einer Anwaltssozietät, die seinen Namen trägt und zu den größten deutschen Kapazitäten bei der Abwicklung von Insolvenzen gehört. Er wurde im Mai 1950 in Ulm geboren und war sich nach eigener Aussage bereits mit 18 Jahren sicher, dass er Anwalt werden wollte.
- Studium und erste Schritte
Deshalb ging er nach dem Abitur und dem Zivildienst, den er in einer psychiatrischen Klinik leistete, zum studieren nach Hamburg. Von der schwäbischen Provinz in die hanseatische Metropole. 1975 legte er das Referendarexamen erfolgreich ab und verbrachte auch seine Referendarzeit in der Hansestadt, wo er 1978 eine Kanzlei eröffnete, die allerdings noch nicht auf Insolvenzrecht spezialisiert war. Zeitgleich half er auch seinem Vater bei dem Import von Bohrmaschinen, Werkbänken und Werkzeugmaschinen, stieg aber nach gut zwei Jahren wieder aus.
- zurück in Ulm
1981 zog es ihn, inzwischen verheiratet und Vater eines Sohnes, zurück zu seinen Wurzeln. Er wurde Rechtsanwalt beim Landgericht Ulm. Dabei trieb er seine Selbstständigkeit und die Spezialisierung auf Insolvenzverwaltung beständig weiter. Aus dem kleinen Ein-Mann Betrieb, in dem seine Frau ihn als Sekretärin unterstützte, wuchs eine große Sozietät heran. Und auch Pluta stand nie still. 1986 berief man ihn als Rechtsanwalt ans Oberlandesgericht in Stuttgart, 1990 wurde er vereidigter Buchprüfer. Trotz einer gescheiterten Fusion mit der Kanzlei Kübler zählt seine Sozietät inzwischen zu den Spitzenkanzleien für Insolvenzrecht, die auch die großen, internationalen Fälle erfolgreich abwickelt. Wobei nicht nur Firmen liquidiert, sondern vor allem auch saniert werden. Das geht für Pluta aber nur mit absoluter Sachlichkeit, denn oftmals müssen harte Entscheidungen wie zum Beispiel betriebsbedingte Kündigungen getroffen werden. Die Rolle seiner Firma sieht er dementsprechend als eine Art Gesundheitspolizei des Kapitalismus.
- Märklin
Einen seiner spektakulärsten Fälle übernahm Pluta im Februar 2009, als ihn das Amtsgericht Göppingen zum Insolvenzverwalter der zahlungsunfähig gewordenen Firma Märklin bestellte. Eine Firma, die vermutlich bei sehr vielen Männern über dreißig für verklärte Blicke und schöne Kindheitserinnerungen sorgt. Der bekannte Modelleisenbahnhersteller war durch jahrelange Misswirtschaft und schlechte strategische Entscheidungen ins Minus gerutscht. Die Banken zogen die Reißleine und plötzlich war Pluta der große Hoffnungsträger tausender alternder Eisenbahnfans. Er bekam Mails und Briefe in einem nicht bekannten Ausmaß, in denen ihm Märklinfreunde Glück wünschten und fragten, welchen Beitrag sie zur Rettung leisten könnten.
- weiteres
Pluta war in Deutschland der erste, der alle Insolvenzfälle ins Internet stellte, so dass die Gläubiger jederzeit den Stand der Verfahren einsehen konnten. Dadurch ersparte er seinen Mitarbeitern einen hohen Verwaltungsaufwand. Neben seiner Tätigkeit als Insolvenzverwalter hatte er drei Aufsichtsratsposten inne. Bis 1995 bei den Kässbohrer Fahrzeugwerken in Ulm, bis 1996 beim sächsischen Stahl- und Maschinenbauer Stamag und bis 2002 beim ebenfalls in Ulm angesiedelten Gartengerätehersteller Gardena.
Beziehungen zu Firmen:
Gardena Ehemaliger Aufsichtsrat (bis 2002)
Geiger Automotive Insolvenzanwalt
Kässbohrer Ehemaliger Aufsichtsrat (bis 1995)
Kaufbeurer Geräte- und Maschinenbau Insolvenzanwalt
Märklin Insolvenzanwalt
Pluta Kanzleigründer und Namensgeber
Beziehungen zu Personen:
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