Anmelden|Login   
TV

  

   

Ursprungsbezeichnung


Ursprungsbezeichnung

Die geschützte Ursprungsbezeichnung ist die stärkste Herkunftsbezeichnung. Denn bei der geschützten Ursprungsbezeichnung muss die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Produktes in einem bestimmten geographischen Gebiet erfolgen.

Die Bezeichnung kommt vor allem bei Getränken zum Tragen. Bei Getränken ist es relativ einfach. Da gibt es nur ein Ausgangsprodukt. Beim Wein beispielsweise die Weintraube. Anders ist es jedoch bei Joghurt. Die Milch dafür könnte aus Deutschland kommen, die Früchte aus Polen und der Zucker aus Dänemark.

Bestes Beispiel für die geschützte Ursprungsbezeichnung ist der Parma-Schinken. Die für den Schinken verwendeten Schweine kommen ausschließlich aus mittel- und norditalienischen Regionen und werden mit Molke, die bei der Herstellung von Parmesan anfällt gefüttert. Durch die Verfütterung mit Molke wird der Schinken später schön zart. Verarbeitet und geschnitten wird der Schinken ebenfalls in der Region. Anders als beim Schwarzwälder Schinken. Der muss nur in der Region geräuchert werden. Somit fallen alle drei Stufen der Herstellung in der Region in und um Parma statt.

Übrigens auch die Deutsche Markenbutter muss nicht aus Deutschland kommen. Der Begriff steht nur für eine Handelsklasse. Die Butter könnte theoretisch auch aus Polen kommen. In Deutschland gibt es überhaupt nur 29 Produkte, die das Siegel geschützte Ursprungsbezeichnung tragen dürfen:


  • Lüneburger Heidschnucke (Schafe)
  • Diepholzer Moorschnucke (Schafe)
  • Divere Käsesorten
  • Diverse Mineralwässer
Weniger streng ist die Geschützte geographische Angabe.

© wer-zu-wem GmbH 2011 / Logos EU-Gesetz, Text sd