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EnBW steigt bei EWE ein

Übernahme vom 11.07.2008 (cz)

Nachdem in der Politik die Energiemärkte bzw. die beste Art der Versorgung mit Energie zu einem der Topthemen der letzten Tage aufgestiegen sind, kommt nun auch in die Wirtschaftsunternehmen der Branche reichlich frischer Wind. Der baden-württembergische Energieversorger EnBW sichert sich für rund 2 Milliarden Euro 26 Prozent am norddeutschen Energiekonzern EWE. Seit der Übernahme von Ruhrgas durch Eon vor vier Jahren ist das die größte Transaktion auf diesem Sektor. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht jedoch noch aus. Finanziert werden soll der Deal mit vorhandenen Aktien sowie durch eine Barkapitalerhöhung.

Dabei hat sich EnBW gegen den staatlichen französischen Gaskonzern EDF und die Dänen von Dong durchgesetzt, die nach Angaben aus der Branche ebenfalls ein Interesse an einem Kauf von Anteilen gehabt hätten. Gestern entschied sich der Verband der kommunalen EWE-Aktionäre in einer nicht-öffentlichen Sitzung, das Angebot von EnBW anzunehmen. Vermutlich zog die Mehrheit der
kommunalen EWE-Eigentümer, darunter 21 Landkreise, einen inländischen Investor vor. Zwar ist EnBW zu 45 Prozent im Besitz des französischen Energiekonzerns EDF. Genauso viele Anteile gehören allerdings auch den Gemeinden und Städten in Baden-Württemberg.

EWE ist in Deutschland die Nummer 5 in der Energieversorgung hinter den großen vier RWE, EON, EnBW und Vattenfall. Das Oldenburger Unternehmen hat rund 1,8 Millionen Kunden und erreichte 2007 mit etwa 4.700 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. Es ist vor allem im Nordwesten der Bundesrepublik tätig, während EnBW hauptsächlich im Südwesten agiert. Auch deshalb erscheint diese Transaktion strategisch sinnvoll.
Quelle: Pressemitteilung der EnBW vom 10.7.08

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