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Solar-Firma Ersol komplett zu Bosch

Übernahme vom 24.07.2009 (cz)

Bosch macht ernst und will sich alle Anteile am Solarzellen-Hersteller Ersol sichern um das Unternehmen anschließend von der Börse zu nehmen. Aktuell ist Bosch bereits im Besitz von 97 Prozent der Aktien. Auf der gestrigen Hauptversammlung von Ersol wurde der Weg dafür freigemacht. Die Kleinaktionäre, denen die verbliebenen drei Prozent gehören, sollen mit 102,77 Euro je Anteilsschein abgefunden werden.

Während Ersol-Vorstandschef Holger von Hebel von einer fairen Lösung sprach, haben die betroffenen Personen bereits Widerspruch eingelegt. Ihre Erfolgsaussichten sind jedoch ziemlich bescheiden. Für Bosch liegt der Vorteil des Squeeze-Out auf der Hand. Flexiblere Reaktionen auf wirtschaftliche Veränderungen sind möglich. Darüber hinaus sind Anfechtungsklagen von Minderheitsaktionären nicht mehr möglich und durch einen geringeren Verwaltungsaufwand reduzieren sich auch die Kosten.

Obwohl Ersol für dieses Jahr mit einem Umsatzrückgang auf unter 300 Millionen rechnet, treibt Bosch seine Ausbaupläne unvermindert voran. Bis 2012 sollen rund 530 Millionen Euro in neue Fertigungsanlagen investiert werden. Bosch war erst im letzten Sommer beim Erfurter Solarzellenproduzenten mit einer Mehrheitsbeteiligung eingestiegen. Die anderen gut 46 Prozent sicherte sich der weltgrößte Autozulieferer innerhalb der letzten 13 Monate. Künftig soll Ersol den Namen Bosch Solar Energy AG tragen, womit auch äußerlich der Abschluss des Übernahmeprozesses dokumentiert würde.
Quelle: MDR-online vom 23.7.09

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