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Untergang der Wadan-Werften verhindert

Übernahme vom 18.08.2009 (cz)

Für die Wadan-Werften kann es weitergehen. Der Gläubigerausschuss gab grünes Licht für einen Verkauf an den russischen Investor Igor Jussufow. Der will rund 40 Millionen Euro für den größten ostdeutschen Werftenverbund zahlen und mindestens die Hälfte der etwa 2.500 Arbeitsplätze erhalten. Für 1.200 Jobs wurde eine Bestandsgarantie abgegeben. Trotzdem werden wohl geringstenfalls 900 Menschen ihre Beschäftigung verlieren.

Wadan baut an den Standorten Wismar und Rostock vor allem Containerschiffe. Obwohl das Land Mecklenburg-Vorpommern Staatsbürgschaften in großem Umfang gab, musste das Unternehmen in die Insolvenz gehen. Grund dafür waren der Rücktritt eines Auftraggebers von seinen Verträgen, das Ausbleiben bereits angekündigter Aufträge sowie die Weigerung einiger Reeder, bereits gebaute Schiffe abzunehmen.

Noch Mitte der Neunziger Jahre, als die norwegische Aker Gruppe bei Wadan einstieg, lag die Beschäftigtenzahl bei 11.700. Aker verkaufte die Werften in Wismar und Rostock erst vor gut einem Jahr an die russische Investmentfirma von Andrej Burlakow, der jedoch große rote Zahlen schrieb. Die Schuldenlast bei Zulieferern soll inzwischen alleine 90 Millionen Euro betragen.

Nachdem sich sogar Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Medwedew über das Schicksal von Wadan auseinandersetzte und das vorliegende Angebot von Jussufow als seriös bezeichnete, folgte ihr nun also der Gläubigerausschuss in dieser Einschätzung.

Jussufow hat eine steile Karriere als Beamter hingelegt, deren Höhepunkt sicherlich seine Ernennung zum Energieminister im Jahr 2001 war. Seit 2004 hat er ein Mandat im Aufsichtsrat von Gazprom. Diese stellen anscheinend über einen Pool von Investoren auch das nötige Geld für den Einstieg bei Wadan zur Verfügung. Zu den Investoren gehören unter anderem wohl die staatliche Vereinigte Schiffbaugesellschaft OSK sowie der Schiffbauer WSS. Naheliegenderweise stellte Jussufow deshalb auch Bauaufträge für eismeertaugliche Schiffe und Flüssiggasfrachter in Aussicht. Sein Vorgänger Burlakow tat das allerdings auch, ohne das jemals ein entsprechender Auftrag in Mecklenburg-Vorpommern gelandet wäre.
Quelle: focus.de vom 17.8.09

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