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Kabelnetzbetreiber Unitymedia geht an Liberty

Übernahme vom 13.11.2009 (cz)

Paukenschlag in der Telekommunikationsbranche. Der Medienkonzern Liberty Media aus den USA erwirbt die Nummer zwei auf dem deutschen Kabelnetzmarkt, die Kölner Unitymedia. Dafür müssen die Amerikaner rund 2 Milliarden Euro auf den Tisch legen und 1,5 Milliarden Euro Nettoschulden von Unitymedia übernehmen.

Das Geschäft soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Dann will Liberty 100 Prozent des deutschen Kabelnetzbetreibers halten. Größte Gesellschafter bisher waren mit 35 bzw. 29 Prozent die Finanzinvestoren BC Partners und Apollo Management, die aber schon länger über einen Verkauf ihrer Anteile nachgedacht hatten.

Hinter Liberty steht als größter Einzelaktionär deren Chairman John Malone, der etwa 35 Prozent der Unternehmensaktien hält. Die Amerikaner sind in vierzehn Ländern vertreten und haben 16,7 Millionen Kunden. Gut 22.000 Mitarbeiter konnten im letzten Jahr 10,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Trotzdem machte das Unternehmen Verluste in Höhe von 789 Millionen US-Dollar.

Malone versuchte schon 2002 in den deutschen Kabelmarkt einzusteigen. Damals wollte er der Telekom deren gesamtes Netz abkaufen, scheiterte damit aber am Veto des Bundeskartellamts. Finanzdirektor bei Liberty war zu diesem Zeitpunkt Parm Sandhu, der danach zur Unitymedia-Vorgängerfirma iesy ging und jetzt Chef bei Unitymedia war. Und nun verkauft er an seinen Ex-Boss.

Unitymedia ging im Mai 2007 aus der Fusion der regionalen Kabelnetzbetreiber iesy in Hessen, ish in Nordrhein-Westfalen und Tele Columbus West hervor. Das Unternehmen bedient mit seinen 1.600 Mitarbeitern in Deutschland 4,5 Millionen Kunden und hat seine Schwerpunkte auch nach dem Zusammenschluss in NRW und Hessen. 2008 lag der Umsatz bei 857 Millionen Euro. Eigentlich war für die nahe Zukunft ein Börsengang geplant, der aber nach Aussage der neuen Konzernmutter durch die Übernahme kein Thema mehr ist.
Quelle: Financial Times Deutschland vom 13.11.09

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