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Ofenhersteller Kago kann nicht mehr zahlen

Insolvenz vom 17.02.2010 (be)

Es wird frostig für den Ofen- und Kaminbauer Kago. Das oberfränkische Familienunternehmen ist in Zahlungsschwierigkeiten und musste in Nürnberg Insolvenz anmelden. Laut Insolvenzverwalter gingen die Aufträge in den letzten vier Jahren immer weiter zurück und ein Umatzminus von 20 Prozent aus dem abgelaufenen Jahr konnte nicht mehr verkraftet werden.

Die 388 Beschäftigten konnten zuletzt ihre Gehälter nur noch mit Verzögerung entgegen nehmen. Auch die zur Unternehmensgruppe gehörende Kago-Röhl Ofenkachelfabrik musste in der ersten Februarwoche das Handtuch werfen. Kago ist einer der größten Ofen- und Kaminhersteller in Deutschland und erfüllt auch Aufträge in den Bereichen Schornsteinbau und –sanierung sowie Heizsysteme.

Gegründet wurde die Firma vom gelernten Fabrikschornsteinmaurer Kago, dem sogenannten Kaminkönig, im Jahr 1972. In den erfolgreichsten Zeiten wurden bis zu 2.000 Mitarbeiter in 79 Verkaufsniederlassungen beschäftigt. Zwar sank diese Zahl in letzter Zeit kontinuierlich, doch erst 2009 wurde Kago durch den Verlag Deutsche Standards als Marke des Jahrhunderts ausgezeichnet. Wie es weitergehen soll, wurde noch nicht bekannt. Der Firmengründer zumindest hat ausgesorgt. Der Kaminkönig residiert in einem Wasserschloss am Ortsrand von Postbauer-Heng, inklusive Privatzoo.
Quelle: br-online.de vom 16.02.2010

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