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Pappenfabrik Riedenburg schöpft nach Pleite Hoffnung

Insolvenz vom 14.06.2010 (be)

Das Amtsgericht in Regensburg hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die Riedenburger Pappenfabrik angeordnet. Dennoch wird die Produktion demnächst wahrscheinlich wieder aufgenommen. Dies teilte die Insolvenzverwalterin Lehmann-Mayer am vergangenen Freitag mit. Die Pappenfabrik hatte den Antrag zu Beginn der vergangenen Woche wegen Zahlungsunfähigkeit eingereicht.

Hauptgrund für diesen Schritt waren gescheiterte Verhandlungen mit dem größten Kunden des Unternehmens, dem Papier- und Schreibwarenhersteller Herlitz. Der war nicht bereit, Preiserhöhungen wegen gestiegener Energie- und Rohstoffkosten mitzumachen. Weitere Verluste waren daher unvermeidbar und ließen keinen Spielraum mehr. Betroffen von dieser Entwicklung sind 40 Mitarbeiter, von denen der Großteil erst einmal in den Urlaub geschickt wurde.

Das Riedenburger Traditionsunternehmen möchte allerdings schon nächste Woche die Produktion wieder aufnehmen, wenn mit den Lieferanten offene Fragen geklärt sein werden. Die Vorgängerfirma der Pappenfabrik Riedenburg, die Max Prinstner GmbH, befand sich 2004 bereits in einer ähnlichen Situation, konnte aber durch Übernahme der Schweizer Gutta-Werke gerettet werden. Auch damals hieß die Insolvenzverwalterin Lehmann-Mayer, was Anlass gibt zur Hoffnung.
Quelle: Donaukurier.de vom 11.06.2010
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