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Einrichter Otto Kind ist nicht mehr flüssig

Insolvenz vom 02.08.2010 (be)

Das traditionsreiche Unternehmen Otto Kind AG aus Marienheide hat vergangenen Freitag überraschend Insolvenz angemeldet. Der Vorstand hat beim Amtsgericht in Köln die entsprechenden Anträge eingereicht. Dabei war schon seit Monaten an einem Sanierungskonzept und seiner Umsetzung gearbeitet worden. Die Auftragsbücher sind gefüllt und eine Übereinkunft von Aktionären, Vorstand und Banken machte Hoffnung.

Die etwa 300 Mitarbeiter an den Standorten Kotthausen und Dümmlinghausen hatten im Mai sogar auf die Hälfte ihres Lohnes verzichtet, um einen Beitrag zur Besserung der schlechten Situation der Firma zu leisten. Offenbar vergeblich. Das Geld reicht nun nicht mehr aus, um die weitere Zahlungsfähigkeit garantieren zu können. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Norbert Weber bestellt.

Die Otto Kind AG ist ein über 100 Jahre altes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Ladeneinrichtungen, Betriebs-, Lager- und Büroeinrichtungen spezialisiert hat. Es gibt Tochtergesellschaften und Beteiligungen in fünf europäischen Ländern. Der Geschäftsbetrieb beim Ladenbauer soll erst einmal weiter gehen. In der Branche werden dem Unternehmen recht gute Überlebenschancen eingeräumt, da es einen guten Ruf hat.
Quelle: Rundschau-online.de vom 02.08.2010
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