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Endstation für Charterfluggesellschaft Hamburg International

Insolvenz vom 21.10.2010 (be)

Überraschende Pleite für das Ferienflugunternehmen Hamburg International. Am Dienstag musste die Firma Insolvenz beim Amtsgericht beantragen. Der Flugbetrieb wurde eingestellt und das Luftfahrt-Bundesamt entzog der Airline die Betriebserlaubnis. Eine Entwicklung, die wohl auch die rund 300 Mitarbeiter überrascht hat, denn noch vor wenigen Monaten hatte einer der Geschäftsführer bekräftigt, das Geschäft laufe im Jahr 2010 gut.

Diese Aussage entsprach wahrscheinlich nicht ganz den Tatsachen. Denn nur wenige Wochen nach dem Ende der Hochsaison ist eine Pleite unter Fluggesellschaften untypisch. Die meisten Unternehmen dieser Branche sorgen für die Wintermonate vor, um nicht in die Bredouille zu geraten. Es scheint so, als habe man sich verkalkuliert. Die Hamburger wollten in diesem Jahr erstmals über eine Millionen Passagiere befördern, im letzten Jahr waren es 875.000 Fluggäste.

Hamburg International wurde 1998 als reine Chartergesellschaft gegründet. Das Unternehmen verfügt über neun geleaste Maschinen vom Typ Airbus A319 und Boeing 737. Unter anderem von Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln-Bonn, München, Nürnberg und Weeze wurden im Auftrag der großen deutschen Reiseveranstalter Urlaubsziele in der Türkei und in Spanien angeflogen. Für Passagiere, die bereits gebucht haben, wurden Ersatzflüge bereitgestellt.
Quelle: rp-online vom 21.10.2010
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