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EOP Biodiesel muss in die Insolvenz

Insolvenz vom 15.12.2010 (cz)

Vor fünf Jahren noch heiß begehrt. Jetzt ganz übel abgestürzt. Die Entwicklung der EOP Biodiesel hat eine extrem schlechte Wendung genommen. Als vorläufiger Tiefpunkt des Brandenburger Unternehmens steht nun der Antrag auf Insolvenz. Daraufhin stürzte die im Prime Standard gelistete Aktie auf 50 Cent ab. Im Frühjahr 2006 gab es pro Anteilsschein noch satte 21 Euro.

Ursachen für den Absturz gibt es viele. Die neue Geschäftsführung wirft der alten eine verfehlte Strategie mit riskanten Zukäufen im Ausland vor und sieht die Altlasten als Hauptproblem. Gleichzeitig konnten aber die Umsatzzahlen mit Ausnahme des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2009/10 auch nicht positiv gestaltet werden. Alleine im ersten Halbjahr desselben Geschäftsjahres fiel der Umsatz von 70 auf 45,5 Millionen Euro. Zudem stimmten die Aktionäre einer Kapitalherabsetzung im Verhältnis 1:3 nicht zu.

Auf Grund dieser Fakten wollten die geldgebenden Banken trotz der sich abzeichnenden Erholung des operativen Geschäfts die bis Ende des Jahres laufenden Kreditlinien nicht verlängern. Auch ein positives Gutachten eines Wirtschaftsprüfers, der EOP Biodiesel eine generelle Leistungsfähigkeit bescheinigte, half nicht mehr. Damit steht das 2004 gegründete Unternehmen vor ganz schweren Zeiten.
Quelle: boerse.ard.de vom 14.12.10
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