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Wiener Hauskrankenpflege ist pleite

Übernahme vom 22.12.2010 (cz)

Ein Hiobsbotschaft so kurz vor Weihnachten für Angestellte und Patienten. Die Wiener Hauskrankenpflege (WHS) trat am Montag den bitteren Gang zum Insolvenzgericht an. 231 Mitarbeiter bangen um ihren Job, nachdem sie schon auf Weihnachtsgeld verzichtet haben.

Hauptgrund für die Pleite ist ein seit Monaten schwelender Streit mit dem Fonds Soziales Wien (FSW). Der kooperiert eigentlich eng mit der WHS und weist ihr Patienten zur Betreuung zu. Aber im Sommer mahnte der FSW an, dass es bei der WHS dringenden Reorganisationsbedarf gebe. Und das sei bislang nur unzureichend geschehen.

Deshalb schrumpfte der Stamm der zugewiesenen Patienten von 700 auf 600. Das brachte wiederum die WHS in eine prekäre finanzielle Situation, da Abrechnungen immer pro Patient erfolgen. Nun will der FSW an seinem Plan festhalten, der WHS nach und nach die Kunden wegen nicht erbrachter Reorganisation zu entziehen. Das würde unweigerlich das Ende der WHS in ihrer derzeitigen Form bedeuten.
Quelle: derstandard.at vom 21.12.10

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