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Aus für Online-Auktionshaus Swoopo

Insolvenz vom 28.03.2011 (cz)

Die Münchener Entertainment Shopping AG hat als Betreiber des Online-Auktionshaus Swoopo in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Auf der eigenen Webseite gesteht man sich die Realität offensichtlich noch nicht ein. Denn dort heißt es lapidar, dass die Seite auf Grunde technischer Schwierigkeiten momentan nicht erreichbar sei. Die Auktionen seien derzeit ausgesetzt, würden aber gestartet, sobald der Fehler behoben sei.

Aber dieser Fehler wird vermutlich nicht mehr behoben. Die Probleme bei Swoopo ziehen sich wie Kaugummi durch die Firmengeschichte. Ständige Wechsel in der Führungscrew gingen einher mit finanziellen Problemen, die selbst durch 7,5 Millionen Euro, die August Capital Anfang 2009 zur Verfügung stellte, nicht dauerhaft besser wurden.

Auch die Regeln im Online-Auktionshaus änderten sich häufiger. Zudem sah sich Swoopo immer wieder mit Vorwürfen gekaufter Bieter konfrontiert. Denn jedes Gebot kostet 50 Cent, erhöht aber den Preis des Zielobjekts nur um wenige Cent. Das Unternehmen verdient somit ohne Risiko an jedem Gebot. Das Risiko tragen die Teilnehmer der Auktion, die dann oft mit leeren Händen dastehen, weshalb Kritiker dieses Modell auch als moderne Form des Glücksspiels bezeichnen.
Quelle: heise.de vom 27.3.11
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