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Autozulieferer Ymos ist insolvent

Insolvenz vom 03.08.2011 (cz)

Am Montag wurde das Insolvenzverfahren über die Ymos-Gruppe eröffnet. Betroffen sind sechs inländische Gesellschaften des Autozulieferers, bei denen insgesamt knapp 700 Arbeitnehmer beschäftigt sind. Ymos fertigt Zink- und Kunststoffteile und verkauft die an große Autobauer. Hauptkunden sind Daimler und Volkswagen. Im letzten Jahr lag der Umsatz bei etwa 75 Millionen Euro.

Geplant ist nun, einen Investor zu finden, der die Ymos-Gruppe übernimmt. Entsprechende Gespräche laufen bereits. Dabei helfen wird sicherlich die derzeit gute Auftragslage. Allerdings müssen auch strukturelle Veränderungen in Angriff genommen werden um das Unternehmen wieder langfristig profitabel zu machen. Deshalb wird das Werk in Gütersloh geschlossen. Betroffen sind 60 Mitarbeiter. Die dortige Produktion wird an die beiden größten Standorte nach Idar-Oberstein und Prenzlau verlagert.

Mittelbar betroffen von der Zahlungsunfähigkeit sind auch 80 Beschäftigte bei den beiden ausländischen Tochtergesellschaften in Polen und Bulgarien. Auslöser der misslichen Situation waren Übernahmen mehrerer insolventer Konkurrenzbetriebe in der Krise vor rund zwei Jahren bei gleichzeitigen Absatzrückgängen. Dadurch wurde die eigene Kasse überstrapaziert.
Quelle: nordkurier.de vom 3.8.11
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