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Hamburger Traditionswerft Sietas ist pleite

Insolvenz vom 20.11.2011 (cz)

Auch eine lange Firmengeschichte schützt nicht vor roten Zahlen. Seit 1635 baut die Werft Sietas in der Hansestadt Schiffe. Am Donnerstag musste die Geschäftsführung trotzdem einen Insolvenzantrag wegen Überschuldung einreichen. Damit ist nach 2009 schon wieder eine äußerst gefährliche und unternehmensbedrohende Situation eingetreten.

Allerdings zeigen sich sowohl die Hamburger Politik als auch das Firmenmanagement zuversichtlich was den Fortbestand der Werft angeht. Direkt bedroht sind momentan 700 Jobs im Hafen. Zum Glück betrifft die Pleite derzeit noch nicht die beiden Tochtergesellschaften, die Neuenfelder Maschinenfabrik und die Norderwerft. Aber auch in Neuenfelde sollen einige der aktuell rund 250 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Sietas war erst 2009 nach neun Generationen Familienführung von Hinrich Sietas an den ehemaligen Airbus-Manager Rüdiger Fuchs und Rüdiger Wolf übergeben worden. Die sorgten für eine dringend benötigte Neuausrichtung. Fortan standen Schwergutschiffe, Saugbagger und in der Offshore-Windindustrie eingesetzte Spezialschiffe im Fokus. Die Zahl der Mitarbeiter wurde in dieser Zeit von tausend auf 700 zurückgefahren.
Quelle: ndr.de vom 19.11.11

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