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Siemens will IBS übernehmen

Übernahme vom 09.02.2012 (cz)

Manchmal will gut Ding eben Weile haben. Denn für Siemens ist es schon der zweite Anlauf für die Übernahme der Aktienmehrheit des Softwareherstellers IBS. Der erste scheiterte 2007 daran, dass Siemens an das Übernahmeangebot - wie jetzt auch - die Bedingung knüpfte, dass mindestens 75 Prozent der Anteile in den Besitz des Technologiekonzerns übergehen müssten.

Das rief Investoren auf den Plan, die Aktien kauften und dann auf einen höheren Verkaufspreis gegenüber Siemens spekulierten, was die allerdings ablehnten und das ganze Geschäft abbliesen. Eine Gefahr, die auch jetzt wieder besteht. Dazu kommt, das der Wert der Aktie nach Bekanntgabe des Angebots auf 6,22 Euro kletterte - und damit über die von Siemens gebotenen 6,10 Euro je Anteilsschein.

Zumindest hat Siemens sich aber die 64 Prozent der Gründerfamilie Schröder schon einmal für knapp 20 Millionen Euro gesichert. Sollten alle Anteilseigner die Offerte akzeptieren, würde der Deal ein Volumen von rund 35 Millionen Euro einnehmen. IBS arbeitet schon seit längerem eng mit Siemens zusammen. Die Pfälzer sind auf Software für Industrieunternehmen spezialisiert und konnten damit 2010 etwa 21,3 Millionen Euro umsetzen, wobei davon allein knapp 2,4 Millionen Euro Gewinn waren.
Quelle: reuters.com vom 8.2.12

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