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Schlecker - Das endgültige aus

Insolvenz vom 02.06.2012 (du)

Es war zu erwarten. Jetzt von enttäuschten Hoffnungen zu sprechen wäre verlogen. Hoffnung für Schlecker gab es nie. Das Geschäftsmodell war einfach keins. Anton Schlecker hat es verbockt. Dabei hätten durchaus Chancen bestanden. Doch jetzt ist der Name verbrannt. Die Chance verpasst.

Jetzt ist die Zeit der Heuchler gekommen. Die Politiker geben der FDP die Schuld. Weil keine Transfergesellschaft gegründet wurde konnte Schlecker auch nicht an einen Investor verkauft werden. Nur: Die Investoren wollten Schlecker für ein Ei und ein Butterbrot. Als Investoren waren dort so freundliche Firmen wie Cerberus im Gespräch. Cerberus ist der Höllenhund. Der Name sagt da schon alles. Auf einmal sollten es die einst von Müntefering verschrienen Heuschrecken richten. Doch wenn eine Firma keinen Gewinn macht und auch nicht in absehbarer Zukunft Gewinn machen wird oder kann dann ist sie einfach nichts wert.

Eine Transfergesellschaft hätte auch den Mitarbeitern wenig geholfen. Die 13.000 Mitarbeiter sind ja nicht zentral an einem Ort beschäftigt. Sie sind quer durch Deutschland verteilt. In der Stadt mag es noch relativ einfach sein die zu betreuen. Aber auf dem Land wird es da schon schwieriger. Was hätte die Transfergesellschaft machen können was nicht auch die Arbeitsagenturen leisten können? Für die Mitarbeiter wäre es das Gleiche gewesen wie jetzt: arbeitslos.

Aber auch wir Verbraucher sind nicht ganz schuldlos an der Krise. Viele Verbraucher haben Schlecker gemieden. Wegen der Skandale. Wegen Lohndumping und der schlechten Bezahlung der Mitarbeiter. Aber auch dies war einer der Gründe für den Niedergang von Schlecker. Es war also nicht alleine Anton Schlecker der schlecht gewirtschaftet hat. Es waren auch die Verbraucher die gesagt haben: Schlecker brauchen wir nicht!
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