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Frankfurter Rundschau insolvent

Insolvenz vom 13.11.2012 ()

Das ist ein Paukenschlag. Die renommierte Frankfurter Rundschau ist pleite. Seit Monaten hielten sich schon entsprechende Gerüchte, die von der Mutterfirma, dem DuMont-Verlag, bislang stets dementiert wurden. Nun ist es aber amtlich. Dementis überflüssig. Die Frankfurter Rundschau hat heute morgen einen Insolvenzantrag gestellt.

Zunächst wird die Geschäftsführung weiter agieren, darf aber nur noch Geld ausgeben, wenn Insolvenzverwalter Frank Schmitt sein Okay dazu gibt. Die überregional erscheinende Frankfurter Rundschau gehört zu den bekanntesten deutschen Tageszeitungen, musste aber schon seit langem mit finanziellen Problemen und sinkenden Auflagen in Zeiten des Internets kämpfen. Im letzten Quartal wurden täglich knapp 118.000 Exemplare verkauft.

DuMont versuchte zuletzt die Frankfurter Rundschau zum Teil mit der ebenfalls zur Verlagsgruppe gehörenden Berliner Zeitung zusammenarbeiten zu lassen, etwa durch ein gemeinsames digitales Redaktionszentrum. Aber auch das half offensichtlich nicht. Es bleibt abzuwarten, ob dem Niedergang der Frankfurter Rundschau weitere große Blätter folgen. Denn auch bei der Financial Times Deutschland könnten noch diesen Monat die Lichter ausgehen.
Quelle: spiegel.de vom 13.11.12
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