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Nissan Center Europe Autohersteller aus Brühl

Konzern

Eigentümer

1933

Gründung

845

Mitarbeiter

Das Nissan Center Europe ist die deutsche Vertriebsgesellschaft des japanischen Autoherstellers Nissan.

Das Center Europe organisiert den Vertrieb der Nissan Modelle in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Der Sitz des Centers liegt in Brühl bei Köln. Seit Anfang der siebziger Jahre ist Nissan auf dem deutschen Markt vertreten.

In Deutschland ist die Marke Nissan seit mehr als 30 Jahren vertreten. Bereits 1972 rollten die ersten Nissan-Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Das Unternehmen Nissan ist in den dreißiger Jahren aus der Marke Datsun hervorgegangen. Heute ist Nissan der drittgrößte Fahrzeughersteller der Welt.

Seit 1999 bestand eine weltweite, strategische Allianz zwischen Nissan und den französischen Autobauer Renault. Seitdem hält Renault 43,5 Prozent der Nissan-Anteile, 2010 vereinbarte die Renault-Nissan Allianz eine Zusammenarbeit mit Daimler für fünf Jahre. Neben der gegenseitigen Kapitalbeteiligungen kooperieren die Unternehmen bei der Entwicklung neuer Smart- und Twingo-Modelle und tauschen Motoren und Komponenten aus.

2012 übernimmt Renault-Nissan gemeinsam mit der russischen Staatsholding Rostecnologii und einer russischen Investmentbank, Troika Dialog, die Kontrolle über den Lada-Hersteller AvtoVAZ. Die entsprechenden Pläne sollen Ende 2012 unterzeichnet werden.

Bekannt ist die Marke für kleine, sparsame Modelle, die dem Unternehmen Anfang der siebziger Jahre während der Ölkrise den Durchbruch auf dem Weltmarkt verschafften. Aber auch sportliche Wagen, wie der 280ZX, der in der USA als Konkurrenz zur Corvette auf den Markt gebracht wurde, finden sich bei Nissan. Entsprechend dem weltweiten Trend arbeitet Nissan zur Zeit vor allem an Hybridautos. Luxusmodelle vertreibt der Konzern unter der Marke Infiniti.

Die Geschichte von Nissan beginnt mit dem 1911 entwickelten Auto "DAT". Es ist das erste Modell des in Tokyo gegründeten Unternehmens Kwaishinsha Motorcar Works. Das Modell war nicht sehr erfolgreich, da der Markt für Personenkraftwagen in Japan noch in den Kinderschuhen steckte. Deshalb verlegte sich das Unternehmen auf die Produktion von LKWs und Militärfahrzeuge.

1927 fusionierte das Unternehmen mit Jitsuyo Motors und benannte sich um in DAT Automobile Manufacturing. 1930 kam das PKW-Modell Datson, das später in Datsun umbenannt wurde, auf den Markt. Zur gleichen Zeit, 1928 entstand das Unternehmen Nihon Sangyo, das an der japanischen Börse unter dem Namen Ni-San geführt wurde. Gemeinsam mit Datsun wurde auf einem großen Gelände in Yokohama eine Fabrik für die Massenproduktin von PKWs errichtet. 1934 wurde Ni-San Hauptanteilseigner und der Autohersteller kam zu seinem endgültigen Namen: Nissan Motor Co., Ltd.

Während des Krieges produzierte das Unternehmen neben PKWs vor allem LKWs und Busse. In Lizenz produzierte das Unternehmen in dieser Zeit für Graham-Paige und nach Plänen von Krupp. Auch Flugzeug- und Bootsmotoren für das japanische Militär wurden von Nissan gebaut.

Nach dem Krieg hatte das Unternehmen mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Es litt unter der Konkurrenz zu Toyota. Das Stammwerk in Yokohama war zerstört worden. Einige Zeit lang verboten die Siegermächte die Produktion von PKWs, Nissan konzentrierte sich in dieser Zeit ganz auf den Bau von Nutzfahrzeugen.

Während des Koreakrieges gehörte das US-Militär zu den Großkunden von Nissan. In den folgenden Jahren kamen die Geschäftsbereiche Nissan Diesel Motor und Gabelstapler hinzu. Nissan übernahm Prince Motor und gliederte deren Modelle in die eigene Modellpalette ein. Einige Jahre lang produzierte das Unternehmen für die Briten Austin Motor Company in Lizenz. Zweigstellen wurden in aller Welt eröffnet, Nissan war der erste japanische Automobilersteller mit einer Produktionsanlage in den USA.

Mit dem Datsun 240Z landete Nissan 1969 einen großen Treffer. Der Ansturm auf das Modell war enorm und die Z-Reihe, Nachfolger des Modells werden bis heute Angeboten, ist die weltweit erfolgreichste Sportwagenserie.

1981 beschloss Nissan den Markennamen Datsun aufzugeben, seitdem werden die Autos unter dem Markennamen Nissan verkauft. Ende der Achtziger führte Nissan die Luxusmarke Infiniti ein. Anfang der Neunziger führte eine Finanzkrise in Japan das Unternehmen in eine schwere Krise. Trotz den Wiederaufschwungs einige Jahre später fuhr Nissan weiterhin Milliardenverluste ein.

Der Konzern suchte nach einem Partner um die Krise des Unternehmens zu überwinden. Schließlich bot sich der französische Hersteller Renault an - dieser hatte selbst in den Achzigern eine ähnlich schwere Krise überstanden.

Die durch Aktientausch verbundenen Unternehmen stellten gemeinsame Pläne auf, senkten die Kosten bei Nissan, entwickelten neue Modelle und schafften es auf diese Weise, dass Nissan bereits 2001 wieder Gewinne erzielte. 2002 wurde eine gemeinsame GmbH gegründet, die die strategischen Ziele und die Zusammenarbeit der beiden Autohersteller koordiniert. (hk)

Chronik

Weitere Firmen dieses Gesellschafters (Nissan)

Adresse

Nissan Center Europe GmbH

Renault-Nissan-Str. 6-10
50321 Brühl

Telefon: 02232-57-0

Web: www.nissan.de

Thomas Hausch (51)
Sabine Clair (46)

Ehemalige:
Jawahar Ganesh () - bis 18.03.2014
Andreas Gabriel ()
Thomas Heinrich Bucher ()

Daten & Fakten

Mitarbeiter: 845 in Deutschland
Umsatzklasse: über 500 Mio. Euro
Filialen:
Gegründet: 1933

Handelsregister:
Amtsgericht Köln HRB 58253

Genossenschaftsregister:
Stammkapital: 50.000 Euro
Rechtsform:
UIN: DE814763619
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Region:
Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Gesellschafter:
Nissan (jp)
Typ: Konzern
Holding:

Börsennotiert: Nissan Motor
WKN: 853686 (NISA)
ISIN: JP3672400003

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