GNS
Abfallentsorgung aus Essen
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> 477 Mitarbeiter

> Umsatzklasse: 100 - 250 Mio. Euro

> 1974 Gründung

> 1 Standorte

GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH

Frohnhauser Str. 67

45127 Essen

Kreis: Essen

Region:

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Brennelementlager Gorleben GmbH

29475 Gorleben

05882-10-0

Telefon: 0201-109-0

Fax: 0201-109-1100

Web: www.gns.de

Gesellschafter

1. Eon
2. RWE
Typ: Konzern
Inhabergeführt
Holding:

Börsennotiert: E.ON SE
WKN: 761440 (EOA)
ISIN: DE0007614406

Handelsregister

Amtsgericht Essen HRB 11213
Genossenschaftsregister:
Stammkapital: 6.200.000 Euro
Rechtsform:

UIN: DE171892160

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Kontakte

Geschäftsführer
Daniel Oehr
Georg Büth
Dr.-Ing. Jens Schröder
Die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service bietet Dienstleistungen für kerntechnische Anlagen und betreibt mehrere Zwischenlager für radioaktive Abfälle und Brennelemente.

Seine Kernkompetenzen hat das Unternehmen auf folgende Felder gelegt:
  • Abfallservice für Kernkraftwerke
  • Wartung, Reparatur und Stilllegung kerntechnischer Anlagen
  • Dazugehörige Dienstleistungen
  • Planungs-, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
  • Brennstoffentsorgung
  • Betrieb von Zwischenlagern für bestrahlte Brennelemente und radioaktive Abfälle
  • Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Nuklearbehältern inklusive der Durchführung von Zulassungsverfahren

Um den Abfallservice durchführen zu können, besitzt das Unternehmen mehrere Zwischenlager. Dazu gehören das Transportbehälterlager Gorleben, kurz TBL, sowie das Abfalllager Gorleben, kurz ALG, in Niedersachsen.

Während das TBL für hochradioaktive und bis zu 400 Grad heiße Brennelemente dient, werden im ABL schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus der kerntechnischen Industrie zwischengelagert. Entscheidend ist, dass diese Abfälle nur eine vernachlässigbare Wärmeentwicklung aufzeigen. Zudem lässt sich die vergleichsweise geringe Strahlung dieser Abfälle leicht abschirmen.

Bei dieser Art von Abfällen handelt es sich zum größten Teil um Schrotte, Schutzkleidungen, Werkzeuge und Filtereinsätze, die in Behältern Stahl, Beton oder Gusseisen angeliefert werden. In diese schwach- und mittelradioaktiv strahlende Kategorie gehören etwa neunzig Prozent der in der Bundesrepublik anfallenden radioaktiven Abfälle. Sie machen allerdings in Bezug auf ihre Radioaktivität lediglich 0,1 Prozent der Gesamtmenge aus.

Ein weiteres Zwischenlager für Brennelemente wird im münsterländischen Ahaus unterhalten. Darüber hinaus wird in Jülich die Landessammelstelle für radioaktive Abfälle Niedersachsen im Auftrag des Landes Niedersachsen betrieben.

Angesiedelt ist die GNS in Essen. Weitere Niederlassungen in Deutschland gibt es in Blankenloch in Baden-Württemberg, in Duisburg, Jülich, Mülheim und Peine. Dazu kommen eine Betriebsstätte in Tschechien und zwei in Frankreich.

Das Unternehmen ist zu 48 Prozent im Besitz von Eon Kernkraft. Weitere 28 Prozent gehören RWE Power. Die Südwestdeutsche Nuklear-Entsorgungs-Gesellschaft hält 18,5 Prozent, Vattenfall Europe die übrigen 5,5 Prozent. Damit ist die GNS eine hundertprozentige Tochter der vier großen in Deutschland aktiven Energieversorgungsunternehmen.

Gegründet wurde das Unternehmen 1974 als Gesellschaft für Nukleartransporte. Drei Jahre später erhielt es als Folge der erweiterten Kompetenzen seinen heutigen Namen.


TRANSPORTBEHÄLTERLAGER GORLEBEN

Das Transportbehälterlager Gorleben, kurz TBG, ist ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente und verglaste hochradioaktive Abfälle.

Diese Abfälle stammen aus der Wiederaufarbeitung. Es handelt sich um Kernbrennstoff in Form bestrahlter Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren und HAW-Glaskokillen, die hochradioaktiv sind und aus der Wiederaufbereitung deutscher Brennelemente stammen. Betreiber der Anlage ist die Gesellschaft für Nuklear-Service, kurz GNS im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz.

Kernstück der Anlage ist eine gut 180 Meter lange, 38 Meter breite und 20 Meter hohe Lagerhalle, die Platz für bis zu 420 Transport- und Lagerbehälter mit einer Maximalkapazität von 3.800 Tonnen bietet. Ziel ist es, die bei Einlieferung rund 400 Grad heißen Elemente innerhalb von zwanzig bis dreißig Jahren auf etwa 200 Grad abzukühlen, weil sie erst dann zur Endlagerung bereit wären.

Gelagert werden die Brennelemente zum größten Teil in Castor-Großbehältern. Daher stammt auch der Name der Transporte, die immer dann wenn sie stattfinden, für ein hohes Maß an logistischem Aufwand und zahlreiche Proteste und Gegenaktionen sorgen.

Die erste Einlagerung im 1983 baulich fertig gestellten und atomrechtlich genehmigten Lager geschah 1995. Der bislang dort gelagerte Atommüll stammt aus der Wiederaufbereitungsanlage im französischen La Hague, aus den Kernkraftwerken Philippsburg, Gundremmingen und Neckarwestheim. (sc)


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2012 GNS übernimmt den Steag-Anteil des Zwischenlagers Ahaus

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